ZugAbE - Bürgerschaftliches Engagement in der Demenzbetreuung

 

Der Name unseres Kooperationsprojektes ZugAbE stand für „Zusätzliche gemeinnützige Arbeiten bei Einrichtungen".

Das Projekt beschäftigte langzeitarbeitslose Menschen in sozialen Einrichtungen als Alltags- und Freizeitbegleiter für SeniorInnen. Seit über 20 Jahren hatten wir dabei ein Netzwerk mit interessanten Kooperationspartnern aufgebaut, mit denen wir sehr eng und erfolgreich zusammenarbeiteten. Dieses stellen wir interessierten Arbeitslosen, die Arbeitslosengeld II beziehen, in Form von sinnvollen und abwechslungsreichen Beschäftigungen zur Verfügung.

ZugAbE organisierte die Auswahl der passenden Einsatzstellen für die TeilnehmerInnen, berät und begleitete sie sozialpädagogisch, organisierte ihre fachliche und allgemeine Qualifizierung und unterstützte sie bei der Vermittlung in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Der Erfolg gab dem Konzept Recht: In den vergangenen Jahren konnten jeweils deutlich über 20% der ausgeschiedenen Kräfte in reguläre Beschäftigungsverhältnisse vermittelt werden, viele davon direkt bei unseren Kooperationspartnern. Umso unverständlicher erschien die Entscheidung des Jobcenters, diese Maßnahme seit dem 1.2.2015 nicht mehr als Arbeitsgelegenheit zu fördern. Auch eine Zwischenfinanzierung durch die Hamburger Sozialbehörde war nicht von langer Dauer: Das Jobcenter vergab seine Chance Langzeitarbeitslose über städtisch geförderte Ehrenamtsverträge wieder an zukunftssichere Arbeitsstellen heran zu führen und allein mit ehemaligen Teilnehmern ließ sich das Projekt nicht aufrechterhalten.

Die endgültige Schließung des Projektes zum 31.1.16 reißt eine erhebliche Lücke, der Pflegenotstand wird im gleichen Maße anwachsen, wie die dringende Notwendigkeit, Flüchtlinge sinnstiftend in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. Mook wat steht in den Startlöchern, dieses sinnvolle und unverzichtbare Beschäftigungsprojekt wieder aufzubauen.